Zeitbombe : Tote bei Anschlag in Moschee in Pakistan

Bei einem Bombenanschlag nach dem Freitagsgebet in einer von moderaten Muslimen besuchten Moschee in Pakistan sind mindestens acht Gläubige getötet worden. 31 weitere Menschen wurden verletzt.

Bei dem Sprengsatz habe es sich um eine in dem Gotteshaus versteckte Zeitbombe gehandelt, sagte der Polizeichef des nordwestpakistanischen Distrikts Nowshera, Muhammad Quresh Khan. Ein Augenzeuge sagte, zu der Explosion sei es nach dem Freitagsgebet gekommen, als Essen an die Moschee-Besucher verteilt wurde.

Die Moschee gehört zu einem mehr als 500 Jahre alten Schrein des Sufi-Heiligen Akhund Lanju Baba in Nowshera in der Unruheprovinz Khyber-Pakhtunkhwa. Der Schrein wird von moderaten Muslimen besucht, die dem Sufismus anhängen.

Extremisten halten die Verehrung von Sufi-Heiligen für unislamisch und haben in der Vergangenheit mehrere solche Schreine und Moscheen angegriffen. Die Provinzregierung verurteilte den Anschlag und kündigte an, den Kampf gegen die Extremisten fortzusetzen. (dpa)

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