Zeitungsbericht : Steinbrück will Nebeneinkünfte nächste Woche veröffentlichen

Einkünfte, Auftraggeber und Vertragspartner: Nach Kritik an seinen Vorträgen hat SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück eine weitgehende Offenlegung seiner Nebeneinkünfte versprochen. In der kommenden Woche könnte es soweit sein.

In der kommenden Woche will Peer Steinbrück seine Nebeneinkünfte offenlegen.
In der kommenden Woche will Peer Steinbrück seine Nebeneinkünfte offenlegen.Foto: dpa

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will im Laufe der kommenden Woche seine Nebeneinkünfte auf Euro und Cent offenlegen. Das berichten die „Stuttgarter Nachrichten“ unter Berufung auf Partei- und Fraktionskreise. Der frühere Bundesfinanzminister war von Union und FDP wegen seiner hohen Honorarverträge dazu gedrängt worden und hatte von sich aus einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer mit der Offenlegung betraut. Steinbrück werde die Liste seiner Einkünfte, seiner Auftraggeber und Vertragspartner auf seiner Homepage öffentlich machen und dies kurz im Rahmen einer Pressekonferenz erläutern, berichtet das Blatt.

Derzeit müssen Abgeordnete Nebeneinkünfte nicht genau preisgeben, sondern nur drei Stufen zuordnen - bis 3500 Euro, bis 7000 Euro und mehr als 7000 Euro. Steinbrück hat in der laufenden Legislaturperiode mehr als 80 Vorträge gehalten, für die er Honorare der höchsten Stufe bekommen hat. Auf die Kritik daran reagierte Steinbrück Anfang Oktober mit der Ankündigung weitestgehender Offenlegung der Nebeneinkünfte. Eine Düsseldorfer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurde beauftragt, die Unterlagen noch einmal zu prüfen.

Union und FDP haben unterdessen im Alleingang eine Neuregelung zur Veröffentlichung von Nebeneinkünften auf den Weg gebracht. Demnach sollen diese künftig in zehn Stufen offengelegt werden. Die niedrigste Stufe solle für Einkünfte ab 1000 Euro gelten, die höchste ab 250.000 Euro.

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