Zentralabitur : Schavan will Studie zur Vergleichbarkeit des Abiturs

Bevor das Zentralabitur eingeführt wird, möchte Bildungsministerin Annette Schavan mit einer vergleichenden Studie prüfen, wie groß die Unterschiede bei den Abiturprüfungen der Bundesländer wirklich sind.

Vor der Einführung eines Zentralabiturs will Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) jetzt in einer Studie herausfinden lassen, wie groß die Unterschiede zwischen den Abiturprüfungen in den 16 Bundesländern wirklich sind. „Ich habe den Ländern angeboten, dass der Bund eine Vergleichsstudie im Fach Deutsch in Auftrag gibt“, sagte Schavan dem Tagesspiegel am Rande einer Tagung der CDU-Kultusminister in Magdeburg.

„Wir wollen wissen, welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede beim Abitur wirklich bestehen." Falls die Länder es wünschten, könne die Studie auch auf das Fach Mathematik ausgeweitet werden. Kritik an der Studie kam aus der eigenen Partei. Katherina Reiche, stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sagte dem Tagesspiegel, sie halte die Studie für überflüssig. Um die Mobilität der Schüler von Land zu Land und die Akzeptanz des Föderalismus zu verbessern, müssten vielmehr Bildungsstandards auch für die Oberstufe schnell eingeführt werden und in ein bundesweites Zentralabitur münden.

Über das Zentralabitur berieten in Magdeburg Schavan und die Kultusminister der unionsgeführten Länder. "Ich glaube, dass es dazu kommt“, sagte Schavan dem Tagesspiegel. Wie genau ein Zentralabitur aussehen könne – ob bundesweit einheitliche Abiturfragen gestellt werden oder die Länder sich bei den Fragen aus einem Aufgabenpool wählen könnten – müsse allerdings noch konkretisiert werden.

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