Politik : Zerredet

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„Das KyotoProtokoll zur Minderung der Treibhausgas-Emissionen ist nicht geeignet, gefährliche Klimastörungen zu beseitigen.“ Diese These vertritt der Umweltwissenschaftler und ehemalige Direktor des Umweltbundesamtes, Lutz Wicke . Zahlen der Internationalen Energie-Agentur vom November 2004 belegten das Scheitern der Kyoto-Ziele , sagt er: Statt die CO2-Emissionen wie geplant um 5,2 Prozent zu senken, würden diese in den Industrieländern bis 2010 um 25,3 Prozent steigen. Auch die EU, die für sich eine Vorreiterrolle im Klimaschutz beansprucht, werde ihr Ziel verfehlen. Statt acht Prozent weniger werden die Europäer rund neun Prozent mehr CO2 ausstoßen. Dies, so Wicke, sei wahrlich kein Anreiz für die Entwicklungsländer, sich dazu zu verpflichten, ihre Emissionen zu begrenzen oder gar zu senken. nzi

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