Politik : Zloty für Eichel

Markus Feldenkirchen

Foto: Rückeis / Montage: DP

HINTER DEN LINDEN

Dass Deutschland quasi Pleite ist, hat auch schon das Ausland vernommen. Gestern rief mich ein Bekannter aus Polen an und wollte die Adresse von Finanzminister Eichel haben. Er sagte, er habe es in der Zeitung gelesen und überlege nun, wie er helfen könne. Fürs Erste wolle er ein paar Zloty schicken. Aus Trotz habe ich ihm Eichels Adresse nicht gegeben. Vorerst. Denn es gibt noch Hoffnungsschimmer im Finanzloch. Interessiert haben wir diese Woche den Vorschlag von Michael Glos (CSU) vernommen, man müsse eine Dummheitssteuer einführen für alle, die Rot-Grün gewählt haben. Und im Saarland kamen 24 Euro bei einer Versteigerung zusammen: für ein altes Sakko von Ministerpräsident Peter Müller und eine Krawatte von Oskar Lafontaine. Wenn wir weiter so innovativ beim Geldeintreiben sind, können wir den Brief aus Warschau vielleicht noch abwehren.

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