Politik : Zöllner wird Supersenator in Berlin

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Berlin - Der rheinland-pfälzische Wissenschafts- und Kulturminister Jürgen Zöllner (SPD) wird Senator in Berlin. Er soll das neu zugeschnittene „Super-Ressort“ für Bildung, Wissenschaft und Forschung übernehmen. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) präsentierte am Dienstag den Überraschungskandidaten, der als Bildungspolitiker seit 15 Jahren bundesweites Renommee genießt. Zöllner sei „erste Wahl“ für das anspruchsvolle Amt und werde sicher auch neue Impulse setzen können, sagte Wowereit.

Der Berliner Regierungschef bedankte sich ausdrücklich beim Parteifreund und Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, der seinen langjährigen Bildungsminister mit Bedauern ziehen ließ. Der Mediziner und frühere Universitätspräsident Zöllner saß seit 1991 im Mainzer Kabinett und hat die bundesweite Debatte über die Hochschulfinanzierung und Studiengebühren maßgeblich geprägt. „Für die Bildungs- und Wissenschaftslandschaft in Berlin Verantwortung zu tragen, ist eine einmalige Chance“, begründete Zöllner seine Zusage. Der SPD/PDS-Koalitionsvertrag biete dafür eine „solide, zukunftsweisende Perspektive“.

Die Präsidenten der Berliner Universitäten sind außerordentlich zufrieden mit der Personalauswahl. Zöllner sei „der beste Wissenschaftspolitiker, den Deutschland im Moment zu bieten hat“, sagte Günter Stock, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Auch die Oppositionsparteien CDU, Grüne und FDP lobten Zöllner als „ausgewiesenen Fachmann“. Neue Justizsenatorin in Berlin wird Gisela von der Aue. Sie war seit 1998 Präsidentin des Landesrechnungshofs in Brandenburg. Am Donnerstag stellt sich Wowereit im Abgeordnetenhaus zur Wiederwahl als Regierender Bürgermeister. za

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