Politik : Zu- und Abwanderung fast ausgeglichen Migrationsreport der Regierung

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Berlin (dpa). Die Bundesausländerbeauftragte Marieluise Beck (Grüne) hat den Unionsparteien vorgeworfen, in der Diskussion um Einwanderung nach Deutschland einen falschen Eindruck zu erwecken. Es müsse auch die hohe Zahl von Abwanderern berücksichtigt werden, sagte Beck in Berlin bei der Vorstellung des Migrationsreports 2002. „Wenn ich ganz bewusst und gezielt den statistischen Teil der Abwanderung weglasse, erzeuge ich nur durch dieses Weglassen ein Gefühl in der Bevölkerung, dass das ja eine Menge Zuzug ist“, kritisierte sie. Tatsächlich gebe es bei 750 000 bis 850 000 Zuwanderern im Jahr zugleich eine Abwanderung von 750 000 bis 800 000 Menschen aus Deutschland. In den neunziger Jahren habe es im Saldo mehr Ab- als Zuwanderung gegeben.

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