Politik : Zur Aussöhnung nach dem Weltkrieg beigetragen

Bundespräsident Johannes Rau hat den amerikanischen Juden für ihren großen Beitrag zur Aussöhnung zwischen Deutschen und Amerikanern nach der Naziherrschaft und dem Zweiten Weltkrieg gedankt. Das American Jewish Committee gehöre seit über 50 Jahren zur Avantgarde der deutsch-amerikanischen Beziehungen, sagte Johannes Rau am Donnerstagabend (Ortszeit) in Washington auf der Jahresversammlung der Dachorganisation der in den Vereinigten Staaten lebenden Juden.

Der Bundespräsident trat allen Befürchtungen entgegen, Deutschland strebe eine neue Sonderrolle an. Der verantwortungsbewusste Umgang mit der Geschichte und das enge Bündnis mit den USA blieben auch in der Hauptstadt Berlin Eckpfeiler der deutschen Politik, versicherte er in seiner Rede vor 1200 Delegierten und Gästen.

Auch US-Außenministerin Madeleine Albright und der schwedische Ministerpräsident Goran Persson würdigten in ihren Reden die Leistungen der amerikanischen Juden im Bemühen um Aussöhnung, Frieden und Erinnerung an die Leiden der Opfer des Holocaust. Bundespäsident Rau überreichte mehreren führenden Angehörigen des American Jewish Committee das Bundesverdienstkreuz.

An diesem Freitag reist Johannes Rau weiter nach New York. Dort wird er mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, zusammentreffen. Wichtigstes Gesprächsthema soll der Dialog der Weltreligionen und Weltkulturen sein. Der Bundespräsident gehört zu einer Gruppe von Staatsoberhäuptern, die sich diesem Austausch unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen besonders verpflichtet haben.

0 Kommentare

Neuester Kommentar