Politik : Zur Geschichte des internationalen Währungsfonds

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Gegründet wurde der Internationale Währungsfonds (IWF) 1944, um für ein stabiles internationales Währungssystem zu sorgen. Heute hat der IWF 182 Mitglieder und vereinigt so fast alle Staaten der Welt. Sein Hauptinstrument ist die Kreditvergabe zum Ausgleich von Zahlungsengpässen der teilnehmenden Länder. Finanziert wird der IWF über seine Mitglieder, die je nach Wirtschaftskraft Einzahlungsquoten erfüllen. Größter Beitragszahler sind die USA, Japan und Deutschland. 1999 ist eine Quotenerhöhung - nach langer Blockade durch den amerikanischen Kongress - erfolgt, wodurch der IWF nun über fast 300 Milliarden Dollar verfügt.

Die Ausweitung des Finanzrahmens war notwendig, da der IWF selber zwischenzeitlich in einen Zahlungsengpass geriet. 1994/95 begann in Mexiko eine Welle von weltweiten Krisen, in denen der IWF helfen musste. 1997 mussten Thailand, Indonesien und Korea zweistellige Milliardenbeträge geliehen werden. Russland ist ein Dauerschuldner.

Mittlerweile ist der IWF in die Kritik geraten - besonders in den USA. Eine Reform des IWF wird allgemein angemahnt. Die Refinanzierung an den Kapitalmärkten wird vorgeschlagen, um die Kreditbasis des IWF zu verbreitern. Bisher kann der IWF nur Kredite im Rahmen der Mitgliedsbeiträge ausgeben. Außerdem wird über eine Vereinfachung der Vergabekriterien für Finanzhilfen nachgedacht. Zum einen könne der IWF so schneller handeln. Zum anderen überfordere er mit seinen Bedingungen oft die Kreditempfänger. Die Erwartungen lasten auf dem zukünftigen Generaldirektor der seit der Gründung von den Europäern gestellt wird.

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