Politik : Zur Geschichte

Die II. Internationale Sozialistische Frauenkonferenz beschloss am 27. August 1910 in Kopenhagen die Einführung eines Internationalen Frauentages. Zunächst wurde er am 19. März gefeiert. 1914 legte ihn der SPD-Parteivorstand auf den 8. März. Möglicherweise sollte das Datum daran erinnern, dass Textilarbeiterinnen in New York 1857 am 8. März in einen Streik getreten waren. Am ersten Internationalen Frauentag im März 1911 gingen Frauen für ihr Wahlrecht auf die Straße. Beim letzten Frauentag der Weimarer Republik 1931 kämpften sie "Gegen Nazi-Terror und Krieg, für Sozialismus und Frieden". In der DDR liess die SED den Festtag mit Pomp feiern. In der Bundesrepublik wurde er in den 80er Jahren im Kampf um das Wettrüsten wiederbelebt. Heute geht es um Themen wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Begründerin des Frauentags war die Sozialdemokratin Clara Zetkin.

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