ZUR PERSON : Hans-Dietrich Genscher

Am 21. März 1927 wird Hans-Dietrich Genscher in Reideburg im Saalkreis geboren. Als Wehrmachtsangehöriger gerät er in amerikanische und britische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung 1946 studiert er Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft. Er tritt in Sachsen-Anhalt der Liberal-Demokratischen Partei bei. 1952 flüchtet er aus der DDR. In der Bundesrepublik wird noch im gleichen Jahr die FDP seine politische Heimat. Von 1962 bis 1964 ist er Bundesgeschäftsführer der FDP, von 1974 bis 1985 Parteivorsitzender. Nach der Bundestagswahl 1969 war Genscher von Willy Brandt als Innenminister in die Regierung berufen worden. Nach dem Rücktritt Brandts gehörte er seit 1974 dem Kabinett Helmut Schmidt als Außenminister an. Als sich die Differenzen mit der SPD verschärften, trat Genscher mit den anderen FDP-Ministern im September 1982 zurück. Nachdem Helmut Kohl am 1. Oktober 1982 durch konstruktives Misstrauensvotum zum Bundeskanzler gewählt worden war, kehrte Genscher als Außenminister und Vizekanzler in die Regierung zurück. Bei seinem Ausscheiden aus diesem Amt auf eigenen Wunsch war er am 18. Mai 1992 der europaweit dienstälteste Außenminister. Von 1965 bis 1998 gehörte Genscher dem Bundestag an.Tsp

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