Politik : ZUR PERSON

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„SIE DÜRFEN MIR

GRATULIEREN“

Einen Grund, andere zu umarmen, findet Henning Scherf immer: Zum Beispiel die Meisterschaft von Werder Bremen. „Ich bin der Bürgermeister von Bremen, Sie dürfen mir gratulieren", so begrüßt der Regierungschef des Stadtstaats derzeit alle und jeden. Und lacht sein breites Lachen.

DER GROSSE

VERMITTLER

Scherf, der einstige SPD-Linke, ist mittlerweile zum obersten Pragmatiker und Konsenspolitiker der Republik geworden. Einen wandelnden Vermittlungsausschuss hat man ihn genannt. Darüber lacht Scherf auch. Aber nicht ohne Stolz.

KÜRZEN

IM KONSENS

In Bremen ist er seit 26 Jahren in Regierungsverantwortung. Erst als Finanzsenator, dann für Bildung und Wissenschaft zuständig, später für die Justiz. Seit 1995 ist er Senatspräsident und Bürgermeister. Damit kann man ihn guten Gewissens als Regierungspolitiker mit der meisten Erfahrung in Deutschland bezeichnen.Und er ist wohl auch der in seinem Landstrich beliebteste deutsche Politiker. Mit seinen Bremern hat er keinerlei Probleme, auch wenn es darum geht, selbst drastische Sparprogramme im hochverschuldeten Stadtstaat umzusetzen.

BERLIN ODER

RENTE?

Kein Wunder also, dass sein Name immer wieder auftaucht, wenn über Veränderungen im Kabinett Schröder geraunt wird. Obwohl er eigentlich – Jahrgang 1938 – schon in Rente gehen könnte. Er dementiert zwar mit Nachdruck, sagt, er habe ganz andere Pläne und freue sich auf den Ruhestand. Aber wie heißt es doch im Lied: „Mit 66 Jahren…"

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