Politik : ZUR PERSON

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WENDUNGEN

1989 hat Dieter Althaus im katholisch geprägten Eichsfeld, wo er 1958 geboren wurde und als Lehrer arbeitete, selbst an Montagsdemonstrationen teilgenommen. Seit längerem sind sie in Thüringen wieder aufgelebt – jetzt aber wegen der horrend gestiegenen Wasser und Abwasserbeiträge im Lande, die manche Leute schon in den Ruin getrieben haben. Regierungschef Althaus hat – sechs Wochen vor der Wahl – Abhilfe versprochen. Beim politischen Gegner hat er sich dafür den Vorwurf des Populismus eingehandelt.

WIRKUNGEN

Als Bernhard Vogel im Juni 2003 zurücktrat und den Vorsitzenden der CDU-Fraktion und vormaligen Kultusminister Althaus zum Regierungschef machte, trauten viele dem meist etwas blass wirkenden Mann dieses Amt nicht zu. Der aber hat schon bald viele Skeptiker mit seiner Eloquenz, Präsenz und seinem unbekümmerten Pragmatismus überrascht.

WIDMUNGEN

Für Diskussionen haben CDU-Plakate zur Landtagswahl gesorgt: Unter dem

Schriftzug „In Thüringen gern zu Hause“ lachen Dieter Althaus und seine Frau Katharina dem Betrachter entgegen. Die FDP konterte mit dem Plakatmotiv von Abreisenden auf einem Bahnhof und der Zeile: „In Thüringen nicht mehr zu Hause.“

WERTUNGEN

An die 51 Prozent, die Bernhard Vogel bei der Wahl 1999 erreichte, kommt Dieter Althaus nach jüngsten Umfragen noch nicht heran – zwischen 45 und 48 Prozent werden der CDU derzeit zugetraut. Aber in Sachen Bekanntheitsgrad hat der amtierende Ministerpräsident seinen Ziehvater immerhin erreicht.

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