Politik : ZUR PERSON

-

PRÄSIDENT

Als Johannes Rau im Mai 1999 ins Schloss Bellevue einzog, trauten viele dem ehemaligen Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen das Amt nicht zu – so sehr hatte er es sich gewünscht . Am Anfang tat er sich auch schwer. Inzwischen ist der 73-Jährige der beliebteste deutsche Politiker, zwei Drittel der Bürger hätten eine zweite Amtszeit gut gefunden.

BÜRGER

Viele Menschen suchten direkt beim Präsidenten Hilfe. 460 Briefe kamen täglich in seinem Bürgerbüro an, viele hat er selbst gelesen, manche der Briefschreiber hat er auch schon mal selbst angerufen. Er fühlt sich gern als Bürgerpräsident.

REDEN

Es gibt nicht die eine Rede von Johannes Rau, ihm waren viele wichtig. Als besonders schwierig hat er die Rede nach dem Amoklauf in Erfurt in Erinnerung. Kurz vor Ende seiner Amtszeit hat er den Eliten in Deutschland noch einmal ins Gewissen geredet. Einige von ihnen hätten das Maß verloren.

ABSCHIED

Mit einem Großen Zapfenstreich wird Johannes Rau am Dienstagabend im Park des Schlosses Bellevue geehrt. Beim Musikkorps der Bundeswehr hat er sich drei Serenaden gewünscht. Am Mittwoch Vormittag verabschiedet er sich von den Mitarbeitern des Präsidialamtes.

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben