Politik : ZUR PERSON

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Er war ein Multifunktionär in Sachen Moral, steter Mahner und Warner, wenn es um Antisemitismus und Rechtsextremismus ging. Er hat polarisiert, wie wenige in diesem Land, und als Michel Friedman, 48, im Juli 2003, auf dem Höhepunkt seiner Kokainaffäre von allen Ämtern zurücktrat, darunter auch das des Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, da war die Häme groß. Als Publizist und TVJournalist ist er längst wieder da. Nun will er wieder lauter werden, kämpfen, gegen die Unanständigen in diesem Land – nicht nur, aber auch, weil er den Antisemitismus täglich am eigenen Leib spürt. „Die Leute“, sagt Friedman, „schreiben mit ihrem Absender, die Leute bekennen sich zu ihrer Haltung – das Verschämte ist unverschämter geworden“. Tsp

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