Politik : ZUR PERSON

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MIT RÜCKHALT

Mit euphorischen Beifallsstürmen hat die CSU am vergangenen Freitag beim Nürnberger Parteitag die gemeinsame Kanzlerkandidatin begrüßt. Eine Woche zuvor haben, einer nach dem anderen, die Ministerpräsidenten beim CDUParteitag ihr Bekenntnis zur ersten Kanzlerkandidatin in der Geschichte des Landes abgelegt.

AUS ERFAHRUNG

Erst im zweiten Anlauf hat die CDU-Vorsitzende den Sprung zur Kanzlerkandidatur geschafft. 2002 musste sie nach starkem innerparteilichen Druck CSU-Chef Edmund Stoiber den Vortritt lassen. Sie verzichtete, unterstützte Stoibers Wahlkampf mit unbedingter Loyalität und schaffte damit die Voraussetzungen für ihre Nominierung nach der Neuwahl-Ankündigung des Bundeskanzlers.

OHNE VORBILD

Angela Merkel machte nach der Wende Blitzkarriere in der CDU, als Ministerin, CDU-Generalsekretärin nach der Ära Helmut Kohl, schließlich als Vorsitzende im Gefolge der Spendenkrise. Merkel hat auf ihrem Weg Kritik für den Mangel an Führungskraft einstecken müssen – und für das Gegenteil: Sie sei zu machtbesessen. Zeitweise galt sie als Vorsitzende ohne inhaltliche Orientierung, dann als eine mit zu radikalem Reformgeist. Für Frauen in ihrer Position gibt es kein vergleichbares Vorbild; die Kanzlerkandidatin trägt es mit Gelassenheit. tib

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