Politik : ZUR PERSON

-

EINFACH

Renate Künast wurde am 15. Dezember 1955 in Recklinghausen als eines von vier Kindern geboren. Sie wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Ihr

Vater war KfzSchlosser und später Fahrer, die

Mutter Hilfsschwester im Krankenhaus.

AKTIV

Während ihres Jura-Studiums an der TU Berlin trat Künast 1979 in die eben erst gegründete Berliner Grün-Alternative Liste (AL) ein, protestierte regelmäßig in Gorleben gegen Atomkraft und wurde

Bürgerin der „Republik Freies Wendland“.

PARTEIISCH

1982 übernahm Künast die ersten Parteiämter bei den Berliner Grünen, war Abgeordnete im Berliner Senat, übernahm 1990 den Fraktionsvorsitz der AL. Die pragmatische

Parteilinke mischte sich auch in die Bundespolitik ein, beteiligte sich 1998 an den Koalitionsverhandlungen mit der SPD und galt bald als eine „Art grüne Allzweckwaffe“.

FÜHREND

2000 wurde Künast zur

Chefin der Bundes-

Grünen gewählt. Im Duo mit Fritz Kuhn setzte sie auf Kooperation statt auf Flügelkämpfe. Nach der BSE-Krise 2001

wechselte sie als Agrar- und Verbraucherministerin ins Kabinett Schröder. Sie forderte „Masse statt Klasse“, eine radikale Wende in der Agrarpolitik.

GEMEINSAM

Nach dem Aus für Rot-Grün besinnen sich die Grünen auf ihr altes Duo. Kuhn und Künast, vor fünf Jahren Wunschkandidaten von Joschka Fischer für den

Parteivorsitz, führen nun die Grünen im Bundestag. Forsch kündigen sie an,

die kleinste Fraktion zur Speerspitze der Opposition machen zu wollen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar