Politik : ZUR PERSON

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DIE ERSTE KARRIERE Wolfgang Schäuble (63) ist gelernter Wirtschaftsjurist, seit 1972 sitzt der CDU-Politiker aus Freiburg im Bundestag. Unter Helmut Kohl wurde Schäuble Bundesminister für besondere Aufgaben, Chef des Kanzleramtes und Innenminister – als solcher führte er 1990 auch die Einigungsverhandlungen der Bundesrepublik mit der DDR.

DAS ATTENTAT

Am 12. Oktober 1990 wurde Schäuble bei einer Wahlkampfveranstaltung in Baden-Württemberg von einem psychisch Kranken angeschossen und schwer verletzt. Seither ist er vom dritten Brustwirbel an abwärts gelähmt und auf einen Rollstuhl angewiesen.

DER KANDIDAT

1991 wurde Schäuble CDU-Fraktionschef und nach der verlorenen Bundestagswahl 1998 auch Vorsitzender der Bundespartei. Beide Ämter verlor er allerdings zwei Jahre später infolge der CDU-Spendenaffäre. Seither war er wegen seiner politischen Erfahrung für alles mögliche im Gespräch: 2001 etwa als Regierender Bürgermeister von Berlin, 2004 sogar als Bundespräsident. Als Abgeordneter spezialisierte sich Schäuble in den vergangenen Jahren zunehmend auf die Außen-, Sicherheits- und

Europapolitik.

DAS NEUE AMT

Unter Kanzlerin Angela Merkel wurde Schäuble erneut Innenminister. Trotz seiner konservativen Prägung mutmaßen Beobachter, dass er das Ministerium liberaler führen könnte als sein Vorgänger Otto Schily (SPD).

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