Politik : ZUR PERSON

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Kay Nehm ist seit 1994 Generalbundesanwalt. Am 30. Mai 2006 wird er das Amt an seine Nachfolgerin Monika Harms abgeben. Der 1941 in Flensburg geborene Jurist war während seiner Laufbahn mit Fällen des internationalen Terrors betraut. Mitte der siebziger Jahre vertrat er als Mitarbeiter der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe die Anklage gegen vier Stockholmer RAF-Terroristen. 1988 wurde er Bundesanwalt und leitete ein Referat in der Abteilung für Terrorismus-Strafsachen. Einen Tag vor der Wiedervereinigung, am 2. Oktober 1990, übernahm Nehm die Dienststelle des Generalstaatsanwalts der DDR in Ost-Berlin, um diese Behörde aufzulösen. Nehm setzte sich für die Freilassung von zu lebenslanger Haft verurteilten RAF-Mitgliedern nach 15 Jahren ein und befürwortete die 1995 vom Bundesverfassungsgericht getroffene Entscheidung, Mitarbeiter der DDR-Agentenzentrale nicht als

Landesverräter zu bestrafen, sofern sie nicht in der BRD spioniert hatten. Tsp

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