Zusammenarbeit : EU gründet Ostpartnerschaft

Im Rahmen einer "Östlichen Partnerschaft" will die EU mit sechs früheren Sowjetrepubliken zusammenarbeiten. Russland selbst ist davon nicht begeistert.

Prag / MoskauArmenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldawien, die Ukraine und Weißrussland haben sich der "Östlichen Partnerschaft" der EU angeschlossen. Am Donnerstag sollen Staats- und Regierungschefs dieser Länder zusammen mit Vertretern aus der Europäischen Union auf einem Gipfel die Zusammenarbeit einläuten.

Die EU bietet im Gegenzug zu demokratischen Reformen weitreichende Assoziierungsabkommen, Hilfe beim Aufbau funktionierender staatlicher Strukturen und die Finanzierung gemeinsamer Projekte. Bis 2013 will die EU dafür 600 Millionen Euro ausgeben. Russland ist von der Offerte nicht angetan: Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte in Moskau, es dürfe nicht der Eindruck erweckt werden, die Länder müssten zwischen der EU und Russland wählen. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso erwiderte: "Wir leben nicht mehr im kalten Krieg." (mm/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben