Politik : Zusammenstöße mit Anhängern von Islamistenchef

Indonesien bringt Abu Bakar zum Verhör nach Jakarta

Moritz Kleine-Brockhoff

Jakarta. Die indonesische Polizei hat den islamischen Fundamentalisten Abu Bakar Bashir aus der Stadt Solo nach Jakarta gebracht. Am Montagmorgen kamen in Solo 300 Polizisten zu dem Krankenhaus, in dem Bashir sich zehn Tage lang unter Polizeiaufsicht von einem Schwächeanfall erholt hatte. Als Beamte ihn in einem Rollstuhl von seinem Zimmer zu einem Bus brachten, prügelten Polizisten und 200 Bashir-Anhänger aufeinander ein. Dabei erlitten rund ein Dutzend Polizisten und Demonstranten Platzwunden. Bashir wurde wenig später nach Jakarta geflogen und in ein Polizeikrankenhaus gebracht.

Indonesische Behörden verdächtigten Bashir, für eine Serie von Bombenanschlägen verantwortlich zu sein, bei der an Weihnachten 2000 in indonesischen Kirchen 18 Menschen starben.

In Malaysia, Singapur, den USA und den Philippinen glauben die Regierungen, dass Bashir der Chef der Terrororganisation „Jemaah Islamiyah“ sei. In allen Ländern sollen verhaftete mutmaßliche Terroristen Bashir in Verhören belastet haben. „Jemaah Islamiyah“ soll für viele Bombenanschläge in Südostasien verantwortlich sein und Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Qaida haben.

Testament von bin Laden

Dubai (AFP). Der mutmaßliche Terroristenführer Osama bin Laden hat die Moslems weltweit zum Märtyrertod aufgefordert. „Oh Jugend der (islamischen) Nation, sucht den Tod und das ewige Leben wird euch gewährt“, heißt es in einem in der saudiarabischen Wochenzeitung „El Madschallah“ veröffentlichten Dokument. Die Zeitung präsentierte das Dokument als angebliches „Testament“ bin Ladens. Er soll mit „Osama bin Laden“ unterzeichnet sein.

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