ZUWANDERUNG : Flucht vor der Krise

Die Zahl der Zuwanderer nach Deutschland ist im ersten Halbjahr 2012 erneut stark gestiegen. Von Januar bis Juni

zogen 501 000 Personen nach Deutschland, das waren 66 000 oder 15 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2011, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Bereits im Jahr 2011 sei die Zuwanderung mit einem Plus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen. Immer mehr Menschen aus den Euro-Krisenländern suchen dabei laut Statistik ihr Glück in Deutschland. Die Zahl der Zuwanderer aus Griechenland sprang im ersten Halbjahr dieses Jahres um 78,2 Prozent auf 15 838. Aus Spanien kamen 11 129 Personen und damit 53,4 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2011. Ebenfalls um gut 53 Prozent schnellte die Zahl der Zugezogenen aus Portugal in die Höhe: um 2000 auf 5776. Alle drei Länder leiden wegen der Krise unter hoher Arbeitslosigkeit. Die meisten Zuwanderer nach Deutschland stammen dem Amt zufolge aus Polen. Von dort kamen 88 792 Menschen und damit gut 14 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2011. Aus den osteuropäischen Ländern, die erst 2004 der EU beigetreten sind, stieg die Zuwanderung um 20 Prozent auf 138 000 Zuzüge. Dabei fiel der Anstieg für Ungarn mit 46 Prozent besonders hoch aus. Aus Afrika kamen zehn Prozent, aus Amerika zwei Prozent und aus Asien sieben Prozent mehr Menschen nach Deutschland. rtr/dapd

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