Zuwanderung : "Schwellen für Hochqualifizierte senken"

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, will mehr hochbegabte Ausländer ins Land locken. Deutschland konkurriere um die besten Köpfe in der Welt, "leider mit geringem Erfolg".

Berlin - "Wir müssen attraktiver für diese Menschen werden", sagte Böhmer der Wochenzeitung "Die Zeit". Sie sei daher dafür, "die Schwellen für hoch qualifizierte Zuwanderer zu senken", deutete Böhmer zumindest für diesen Personenkreis ein Abrücken der Union vom traditionell restriktiven Kurs in der Einwanderungspolitik an.

"Es ist noch nicht bei den Menschen angekommen, dass sich die Lage verändert hat und wir heute um die besten Köpfe in der Welt konkurrieren - leider mit geringem Erfolg", sagte die CDU-Politikerin. Zugleich wanderten viele qualifizierte Deutsche ins Ausland ab. Böhmer verwies auf die Vorgabe, wonach ein Jahresverdienst von 84.000 Euro Voraussetzung für eine Niederlassungserlaubnis an Hochqualifizierte ist. Das sei fast das Dreifache des deutschen Durchschnittgehalts und somit "eine erhebliche Hürde", sagte Böhmer. Der Grenzwert war allerdings bei den Verhandlungen über das Zuwanderungsgesetz auf Druck der CDU/CSU so hoch angesetzt worden. (tso/AFP/ddp)

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