Politik : Zuwanderung steigt wieder stark an

Wiesbaden - In den vergangenen zwei Jahren ist die Zahl der Migranten in Deutschland wieder deutlich gestiegen. So wanderten 2012 erstmals mehr Menschen nach Deutschland ein, als Migranten der zweiten Generation hierzulande geboren wurden, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Insgesamt lebten 2012 16,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Damit hatte jeder fünfte Einwohner ausländische Wurzeln. Zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund zählen die Statistiker Menschen, die seit 1949 aus dem Ausland nach Deutschland gekommen sind, sowie deren Kinder. Rund 10,9 Millionen von ihnen sind den Angaben zufolge aus dem Ausland zugewandert. Etwa 5,4 Millionen gehören der zweiten Generation der Migranten an. „Oft wird die Ankunft der ersten Gastarbeiter ab Ende der 1950er Jahre mit dem Beginn der Einwanderung in Deutschland gleichgesetzt“, sagte Joscha Dick vom Bundesamt in Wiesbaden. „Aber es gab bereits seit 1950 auch einen durchaus bedeutsamen Zuzug von Aussiedlern beziehungsweise Spätaussiedlern.“ In den vergangenen Jahren habe vor allem der Anteil der zweiten Generation zugenommen. Insgesamt leben Menschen aus 190 Staaten der Welt in Deutschland. Die meisten stammen aus Europa. So haben 70,6 Prozent der Zuwanderer und ihrer Nachfahren ihre Wurzeln in einem europäischen Land. 15,7 Prozent kommen aus dem asiatischen Raum, gefolgt von Afrika (3,5 Prozent) und Amerika (2,5 Prozent). dpa

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

1 Kommentar

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben