Politik : Zuwanderung: Süssmuth: Mehr für Integration ausgeben

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Die Vorsitzende der Zuwanderungskommission der Bundesregierung, Rita Süssmuth (CDU), sieht einen höheren Finanzbedarf für die Integration von Zuwanderern als bislang vorgesehen. Süssmuth sagte am Montag, pro Zuwanderer veranschlage ihre Kommission 600 Stunden Deutschunterricht, was 2200 Mark jährlich kosten würde. Dies allein reiche indes nicht: "Wenn Sprachunterricht ohne berufliche und soziale Integration erfolgt, verfallen die zunächst errungenen Erfolge." Süssmuth sprach sich auch für die Berücksichtigung nichtstaatlicher und geschlechtsspezifischer Verfolgung beim Asyl aus, was Innenminister Otto Schily (SPD) ablehnt. Zu den Konsens-Möglichkeiten bei der Zuwanderung meinte Süssmuth: "Es gibt alle Chancen zur Einigung." Am ehesten sei mit einer Kontroverse über die geplante Zahl von 50 000 Wirtschaftsmigranten im ersten Jahr der Neuregelung zu rechnen.

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