Politik : Zwei Deutsche ausgeflogen

Berlin/Algier - Nach dem Ende des Geiseldramas in Algerien sind zwei Deutsche aus dem Land nach London ausgeflogen worden. „Sie waren während der Geiselnahme mehrere Kilometer entfernt an ihrem Einsatzort und haben die letzten Tage an einem sicheren Ort in der Obhut algerischer Sicherheitskräfte verbracht“, bestätigte das Auswärtige Amt. Den beiden Männern gehe es den Umständen entsprechend gut, sie seien zu keinem Zeitpunkt unter den hunderten Geiseln gewesen, die von Islamisten am vergangenen Mittwoch auf dem Gasfeld In Amenas gefangen genommen wurden. Bei den beiden Männern soll es sich um Ingenieure handeln, die in der Nähe des Gasfeldes für eine Bohrfirma gearbeitet haben.

Von einer spektakulären Flucht berichten unterdessen norwegische Medien. Mit einem 15-stündigen Fußmarsch durch die Wüste soll sich ein Norweger vor den Terroristen gerettet haben. Die Osloer Zeitung „VG“ schrieb am Sonntag, der 57-Jährige aus Bergen habe sich als Geisel in der Nacht zum Freitag zur Flucht entschlossen. Er sei dann zusammen mit sieben Schicksalsgenossen aus der Anlage entkommen und in östlicher Richtung durch die Wüste marschiert. Nach etwa 50 Kilometern erreichte die Gruppe eine Ortschaft und wurde medizinisch versorgt. Der Mann konnte seine Familie in Norwegen anrufen und ihr von der Rettung berichten. Er sei bei der Ankunft völlig erschöpft und dehydriert gewesen. dpa/rtr

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