Politik : Zwei Drittel rechnen mit Schwarz-Gelb Politbarometer: Merkel deutlich vor Steinmeier

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Berlin - Zwei Drittel der Bürger rechnen mit einer schwarz-gelben Bundesregierung nach der Wahl am 27. September. Das zeigt das neueste Politbarometer im Auftrag von ZDF und Tagesspiegel. 66 Prozent der Befragten glauben, dass Union und FDP eine Mehrheit bekommen – die sich auch nach der aktuellen Sonntagsfrage ergibt: Demnach käme die Union auf 37 Prozent und die FDP auf 15 Prozent, würde schon am Sonntag gewählt. Die SPD liegt bei 24 Prozent, Grüne und Linke bekämen jeweils 10 Prozent der Stimmen. Dass die SPD die Wahl als stärkste Partei gewinnt, glauben nur 11 Prozent der Bürger. Im direkten Vergleich der Spitzenkandidaten liegt Angela Merkel weiter klar vor Frank-Walter Steinmeier: Die Kanzlerin wünschen sich 55 Prozent auch künftig als Regierungschefin, 30 Prozent bevorzugen den Außenminister. Merkel liegt nach wie vor auch vorn im Politikerranking, auf Platz zwei folgt Steinmeier.

Für den Fall, dass es mit der Koalition von Union und FDP nicht klappt, plädieren 42 Prozent der Befragten für eine „Ampelkoalition“ von SPD, Grünen und FDP. 47 Prozent lehnen dies ab. Allerdings will nur jeder dritte FDP-Anhänger die „Ampel“, während 62 Prozent sie ablehnen. Unabhängig von Koalitionspräferenzen sind 71 Prozent der Bürger der Meinung, die FDP müsse vor der Wahl eine konkrete Koalitionsaussage machen.

Gespalten ist die Bevölkerung in der Frage, ob der Staat dem Autohersteller Opel helfen soll. 44 Prozent meinen Ja, 50 Prozent sind dagegen. Nur bei SPD- Anhängern und Gewerkschaftsmitgliedern überwiegt die Zustimmung leicht die Ablehnung von Staatshilfen. Für die Begrenzung von Managergehältern sprechen sich zwei von drei Befragten aus. Noch deutlicher ist das Ergebnis, wenn es um die Gehaltshöhe bei Managern geht: 90 Prozent meinen, diese verdienten zu viel. afk

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