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Zwischenfälle zu Land und Luft : Großbritannien ist in Alarmbereitschaft nach Kampfjet-Einsatz

Erst mussten zwei britische Kampfjets ein Flugzeug der pakistanischen Fluglinie PIA nach London begleiten - dann musste auch noch eine der wichtigsten Autobahnen Großbritanniens gesperrt werden. Die britischen Sicherheitskräfte sind in Alarmbereitschaft.

Ein britischer Kampfjet hat ein Flugzeug der pakistanischen Fluglinie PIA nach London begleitet - zwei Männer wurden festgenommen.
Ein britischer Kampfjet hat ein Flugzeug der pakistanischen Fluglinie PIA nach London begleitet - zwei Männer wurden festgenommen.Foto: AFP

Einen Tag vor dem Finale der Champions League in London haben Zwischenfälle zu Lande und in der Luft die britischen Sicherheitskräfte in Atem gehalten. Am Freitagabend sperrte die Polizei wegen eines verdächtigen Fahrzeugs eine der wichtigsten Autobahnen des Königreichs. Ein Teil der M6 sei deshalb in beide Fahrtrichtungen gesperrt worden, sagte ein Polizeisprecher. Der auffällig gewordene Wagen stehe auf einem Rastplatz nördlich von Coventry. Wenige Stunden zuvor waren Kampfjets aufgestiegen, um ein pakistanisches Verkehrsflugzeug nach einem Vorfall am Bord sicher zur Erde zu geleiten. Nach der Landung wurden zwei Männer wegen Gefährdung des Luftverkehrs festgenommen. Hinweise auf einen Terrorakt gibt es Sicherheitskreisen zufolge nicht.

Großbritannien ist in Alarmbereitschaft, nachdem vor wenigen Tagen im Londoner Stadtteil Woolwich ein junger Soldat erstochen worden war. Nach Berichten von Augenzeugen hatten zwei Islamisten mit nigerianischen Wurzeln den Mann zunächst angefahren und dann versucht, ihn mit Fleischermessern zu enthaupten. Sie sprachen von Rache für den Militäreinsatz in Afghanistan. Die britischen Behörden behandeln den Vorfall als terroristischen Anschlag.

Die Boeing 777 der Fluggesellschaft Pakistani International Airlines mit 297 Passagieren an Bord war auf dem Flug von Lahore nach Manchester. Sie brach ausweislich der Flugdaten im Internet 100 Kilometer vor dem Ziel den Landesanflug ab und flog einen weiten Bogen über den Nordosten Englands und die Nordsee. Die Eurofighter der britischen Luftwaffe eskortierten den Großraumjet nach Stansted bei London. Stansted war auch das Ziel der Maschine von Borussia Dortmund. Die Westfalen stehen am Samstagabend im Wembleystadion im Finale der Champions League gegen den FC Bayern München.

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