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Zwischenfall in London : Streit löste offenbar Massenpanik aus

Nach einem Vorfall in einer Londoner U-Bahn-Station berichten Augenzeugen von Schüssen. Die Polizei gab Entwarnung, bis auf eine leicht verletzte Frau habe es keine Verletzten gegeben.

Polizisten vor der U-Bahn-Station Oxford Circus in London.
Polizisten vor der U-Bahn-Station Oxford Circus in London.Foto: AFP / Daniel Leal-Olivas

Die Massenpanik in der Londoner U-Bahnstation Oxford Circus und Bond Street ist nach Erkenntnissen der Polizei durch den Streit zweier Männer ausgelöst worden. „Unsere Beamten glauben, dass zwischen zwei Männern auf dem Bahnsteig ein Streit ausgebrochen war“, teilte die Polizei am Freitagabend nach Angaben der britischen Medien mit. Die Behörden veröffentlichten eine Videoaufzeichnung der beiden unbekannten Männer und riefen sie auf, sich zu melden.

Die beiden U-Bahnstationen Oxford Circus und Bond Street sind mittlerweile wieder geöffnet. Alle Züge würden wieder dort halten, teilte die zuständige Behörde am Abend mit. Die Polizei twitterte, dass sie keine Spur möglicher Verdächtiger, aber auch keine Belege für abgefeuerte Schüsse habe. Eine Frau sei beim Verlassen der U-Bahn-Station in Panik leicht verletzt worden. Was genau vorgefallen war, ist weiterhin unklar.
Im Zentrum von London hatte es nach Polizeiangaben am Freitagnachmittag einen Zwischenfall an der U-Bahnstation Oxford Circus gegeben. Scotland Yard rief die Menschen auf, Gebäude aufzusuchen oder das Areal zu meiden. Die U-Bahn-Stationen Oxford Station und Bond Street wurden zwischenzeitig geschlossen, die Umgebung evakuiert.

Die Polizei löste einen Großeinsatz aus, nachdem ihr Schüsse auf der Straße und in der U-Bahn-Station Oxford Circus gemeldet worden waren. Sie habe auf die Alarmierung so reagiert, als ob es sich um einen terroristischen Vorfall handle. Über die Hintergründe sei aber noch nichts bekannt. Die Londoner Feuerwehr schickte drei Mannschaftswagen zur U-Bahn-Station Oxford Circus, die geräumt wurde.

„Die Lage ist total unübersichtlich“, sagte ein Mitarbeiter der Deutschen Presse-Agentur am Freitag, der sich in einem nahegelegenen Restaurant versteckte. „Niemand weiß hier, was los ist. Eben sind alle Menschen in die eine Richtung geflüchtet, jetzt rennen Dutzende in die andere Richtung.“ (dpa, reuters, mha)

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