Potsdam : Göttliche Schönheitskur

Die Skulptur der Minerva muss restauriert werden Kulturministerin Wanka will das Geld dafür mit einer Auktion zusammenbringen.

Dirk Becker
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Schirmherrin. Ministerin Wanka setzt sich für die Restaurierung ein. -Foto: dpa

Potsdam - Kunst und Wissenschaft soll die antike Göttin schützen. Doch sie selbst ist schon recht angegriffen. Mit einer Kunstauktion sollen deshalb die notwendigen Gelder für die Restaurierung der Minerva-Skulptur in Potsdam gesammelt werden. Wie Brandenburgs Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) gestern in Potsdam sagte, sind für die dringend notwendigen Maßnahmen an der drei Meter hohen Sandsteinskulptur, die einst den Giebel des Theaterflügels des zerstörten Potsdamer Stadtschlosses schmückte, 20 000 Euro erforderlich.

Initiator der Kunstauktion ist die Bürgerbewegung „Mitteschön“, die sich für einen Wiederaufbau des 1960 zerstörten Stadtschlosses einsetzt. Neben den 20 000 Euro für die Restaurierung will „Mitteschön“ weitere 40 000 Euro für den Bau einer Kopie der Minerva sammeln. Diese Kopie soll den neuen Landtag zieren, der ab Mitte 2009 auf dem Grundriss des ehemaligen Stadtschlosses am Alten Markt gebaut werden soll.

Zwölf Potsdamer Künstler und Vereine, darunter auch die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, wollen für die Kunstauktion Objekte spenden. Im Oktober sollen die Spenden versteigert werden.

Die von Johann Gottlieb Heymüller 1750 geschaffene Minerva gilt als Meisterwerk des friderizianischen Barocks. Bereits am Samstag hatten die Initiative „Mitteschön“ und der Verein Potsdamer Stadtschloss e.V. zu einem abendlichen Dinner am Alten Markt etwa 1300 Schlossbefürworter mobilisieren und 4000 Euro Spendengelder sammeln können. Daneben werden sogenannte Schlossaktien und originale Fundamentsteine des Schlosses verkauft. 33 000 Euro konnten so bereits für den Schlossaufbau gesammelt werden. Dirk Becker

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