Potsdam : Landesregierung stimmt Sorben-Finanzierung zu

Keine Krise für die Sorben: Die Landesregierung Brandenburgs hat am Dienstag dem von Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) vorgelegten zweiten Abkommen zur Finanzierung der Sorben-Stiftung zugestimmt.

PotsdamDemnach erhält die Stiftung von Brandenburg, Sachsen und dem Bund ab diesem Jahr 16,8 Millionen Euro, wie ein Sprecher der Staatskanzlei am Dienstag in Potsdam mitteilte. Der Bund übernimmt den Angaben zufolge 8,2 Millionen Euro, der Freistaat Sachsen 5,85 Millionen Euro und Brandenburg 2,77 Millionen Euro.

Wie der Sprecher weiter mitteilte, stehen für die Förderung der sorbischen Sprache und Kultur demnach künftig 1,2 Millionen Euro mehr zur Verfügung als in den vergangenen Jahren. Das Abkommen gelte bis Ende 2013 und verlängere sich um jeweils ein Jahr, wenn es nicht von einer Seite gekündigt werde.

Wanka betonte, die Landesregierung mache mit dem neuen Vertrag deutlich, dass die Unterstützung des sorbischen Volkes ein wichtiges landespolitisches Anliegen sei. Die Stiftung erhalte mit dem Abkommen Planungssicherheit und könne ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen.

In der Lausitz leben 60.000 Sorben, etwa zwei Drittel davon im Osten Sachsens und ein Drittel im Süden Brandenburgs. Rund 15.000 nutzen nach Schätzungen auch die sorbische Sprache im Alltag. Vertreten wird die Minderheit durch den Verband Domowina, 1991 wurde die Stiftung gegründet. Vor einem Jahr wurde mit Stanislaw Tillich (CDU) erstmals ein Sorbe Ministerpräsident in Sachsen. (jg/ddp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben