Potsdam : Uferweg-Streit ohne Einfluss auf die Wahl

Im Wahlkampf hatten sich alle OB-Kandidaten in Potsdam grundsätzlich für freie Uferwege ausgesprochen. Die Wähler zeigten sich von der Debatte ohnehin unbeeindruckt.

Kay Grimmer

Potsdam - Die Konflikte um die Uferwege am Griebnitzsee und am Groß Glienicker See in Potsdam haben die Ergebnisse zur Oberbürgermeisterwahl in den beiden Stadtteilen offensichtlich nicht beeinflusst. Sowohl im Wahlbezirk Babelsberg Nord, zu dem die Griebnitzsee-Anwohner zählen, als auch im Ortsteil Groß Glienicke spiegelte sich Potsdams Gesamtergebnis wider. SPD-Amtsinhaber Jann Jakobs wurde nicht abgestraft und siegte in Groß Glienicke mit 44,5 Prozent und in Babelsberg-Nord mit 44,4 Prozent deutlich vor seinem Linke-Herausforderer Hans-Jürgen Scharfenberg, der am Griebnitzsee 21,9 Prozent und in Groß Glienicke 21 Prozent der Stimmen holte. CDU-Kandidatin Barbara Richstein wurde in Babelsberg nur Vierte mit 10,8 Prozent, noch hinter der Grünen Marie Luise von Halem mit 11 Prozent. In Babelsberg stimmten 17,7 Prozent für Richstein, die Grünen-Kandidatin erhielt hier nur 11,2 Prozent. Abgeschlagen mit weniger als drei Prozent in beiden Wahlbezirken blieb die FDP mit Marcel Yon.

Im Wahlkampf hatten sich alle Kandidaten grundsätzlich für freie Uferwege ausgesprochen. Lediglich Scharfenberg sprach sich deutlich für Enteignungen aus. Die anderen Kandidaten wollten weitere Verhandlungen mit den Ufer-Eigentümern führen und die Ausgaben Potsdams für die bundeseigenen Flächen am Griebnitzsee begrenzen.

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