Premier League : Ballack will weitere Konflikte mit Chelsea vermeiden

Nach den jüngsten Querelen um Michael Ballack geht der Nationalspieler auf Kuschelkurs mit seinem Verein FC Chelsea. Ballacks zweimal operierter Fuß ist indes wieder voll belastbar.

Ballack
Kein einfaches Verhältnis: Michael Ballack und Chelsea-Trainer José Mourinho. -Foto: AFP

Michael Ballack will weiteren Konflikten mit seinem Arbeitgeber FC Chelsea unter allen Umständen aus dem Weg gehen. Zuletzt hatten Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Teammanager Oliver Bierhoff scharfe Kritik am Umgang des englischen Premier-League-Clubs mit Ballack geäußert. "Michael will jetzt einfach ein Stück Ruhe haben und nicht, dass es jetzt permanent hin- und hergeht zwischen uns und Chelsea. Er möchte fit werden, daran arbeitet er", sagte Löw der "Sport Bild".

Der Bundestrainer berichtete, dass Ballack inzwischen ein Gespräch mit Chelsea-Trainer José Mourinho gehabt habe. Ballack habe ihm dabei gesagt, dass sein zweimal operierter Fuß nach einem Rückschlag wieder voll belastbar sei. DFB-Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt habe alle Bedenken ausgeräumt, "dass irgendetwas zurückbleibt".

"Grundsätzlich ist alles in Ordnung"

Chefcoach Mourinho hatte Ballack nach Absprache mit der medizinischen Abteilung des FC Chelsea überraschend nicht für die Gruppenphase der Champions League nominiert, in die Chelsea mit einem enttäuschenden 1:1 gegen Rosenborg Trondheim startete. Seit fünf Monaten laboriert der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft an einer Verletzung im linken Sprunggelenk, zweimal wurde er in Deutschland operiert.

"Grundsätzlich ist alles in Ordnung", berichtete Löw von dem Gespräch Ballacks mit seinem Klubtrainer. Die Spekulationen, Chelsea wolle Ballack loswerden, würden nicht stimmen, so Löw. Auch Chelsea-Geschäftsführer Peter Kenyon hatte zuvor bereits betont: "Unsere einzige Sorge ist, dass Michael wieder fit wird und für Chelsea und die deutsche Nationalmannschaft spielen kann."

Einen Termin für die Rückkehr Ballacks ins Teamtraining oder gar in den Spielbetrieb nannten die Verantwortlichen von Chelsea und des DFB jedoch weiterhin nicht. "Er kann das komplette Aufbauprogramm machen", sagte Löw zum aktuellen Stand der Genesung. Der Bundestrainer will sich mit Bemerkungen Richtung England jetzt zurückhalten: "Wir haben Michael gesagt, dass wir mal in Ruhe reden möchten mit Kenyon und Mourinho. Bis dahin werden wir nichts mehr in Richtung Chelsea sagen." (mit dpa)