Prenden in Brandenburg : Honeckers Atombunker für drei Monate geöffnet

Ab Samstag ist der ehemalige Atombunker der DDR-Staatsführung zugänglich. Drei Monate lang können Besucher im brandenburgischen Prenden den unheimlichen Militärkomplex besichtigen.

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Hier wollte die DDR-Führung den Atomkrieg überleben. -Foto:ddp

PrendenDer ehemalige Atombunker der DDR-Staatsführung im brandenburgischen Prenden wird vom kommenden Wochenende an erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ab 2. August können Besucher auf geführten Routen das mehrstöckige Bauwerk unter Tage sowie die angrenzenden Militärgebäude besichtigen. Stationen der kostenpflichtigen Tour sind unter anderem die Anlagen zur Entseuchung, die Leitzentrale sowie die für die Unterbringung der DDR-Staatsführung vorgesehenen Räume.

Bislang war der Bunker, der als technisch aufwendigstes Bauwerk innerhalb des ehemaligen Ostblocks gilt, für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Veranstalter der Besichtigungstouren ist das Berliner Bunkernetzwerk, das mehrere Objekte in Berlin und Brandenburg betreut. Die Öffnung des sogenannten Honecker-Bunkers ist zeitlich begrenzt und endet voraussichtlich im Oktober.

Der gesamte Militärkomplex liegt 40 Kilometer nördlich von Berlin und entstand in den Hochzeiten des Kalten Krieges zwischen 1978 und 1983 unter dem Codenamen 17/5001. Er sollte im Falle eines atomaren Angriffs auf die DDR als Unterkunft für die damalige Staatsspitze dienen. Nachdem der Bunker 1994 von der Bundeswehr geschlossen wurde, kam es in den Folgejahren immer wieder zu Einbrüchen. Der Berliner Senat will den Bunker deshalb nach der Öffnungsphase endgültig mit einer meterdicken Betonschicht verschließen lassen. (ho/ddp)

Interessierte können Touren unter www.bunker5001.com buchen.

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