Primera Division : Timo Hildebrand: Vom Titelheld zum Bankdrücker

Langsam dürfte sich Timo Hildebrand fragen, ob sein Wechsel zum FC Valencia eine gute Entscheidung war. Das Champions-League- Qualifikationsspiel gegen Elfsborg Boras durfte er auf der Bank genießen.

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Trübe Aussichten. Timo Hildebrand droht in Valencia dauerhaft die Bank. -Foto: ddp

Valencia Timo Hildebrand ist bei seinem neuen Club FC Valencia derzeit nur zweite Wahl. Ohne den deutschen Fußball-Nationaltorhüter kamen die Spanier im Hinspiel der Qualifikation zur Champions League gegen den schwedischen Club IF Elfsborg Boras zu einem klaren 3:0-Erfolg. Der Ex-Stuttgarter musste von der Ersatzbank mit ansehen, wie seine neuen Teamkollegen den Einzug in die europäische Elite-Liga fast schon perfekt machten.

Valencias Trainer Quique Sánchez Flores hatte in der Partie im Mestalla-Stadion auf bewährte Kräfte gesetzt und dem 37-jährigen Keeper Santiago Cañizares zu dessen 100. Einsatz im Europapokal verholfen. Spanische Medien sahen darin ein Zeichen dafür, dass im Konkurrenzkampf um den Platz im Tor des zweimaligen Champions-League-Finalisten Hildebrand ins Hintertreffen geraten ist und der Routinier Cañizares die Nase vorn hat.

Der Coach gab nicht nur auf dem Posten des Torwarts der alten Garde aus der vorigen Spielzeit den Vorzug. Neben Hildebrand mussten auch die neuverpflichteten Spieler Iván Helguera (vorher Real Madrid) und Javier Arizmendi (Deportivo La Coruña) mit Plätzen auf der Bank vorliebnehmen.

Valencia mit einem Bein in der Champions League

Der FC Valencia setzte sein Vorhaben, bereits im Hinspiel eine Vorentscheidung zu erzwingen, in die Tat um. Die Treffer zum ungefährdeten 3:0 erzielten Vicente (6. Minute), David Silva (58.) und Fernando Morientes (70.). Die Spanier können nun relativ unbeschwert zum Rückspiel nach Schweden reisen, wo sie auf einem gefürchteten Kunstrasenplatz antreten müssen.

Ein solch beruhigendes Polster konnte sich Benfica Lissabon nicht verschaffen. Der Europapokalsieger der Landesmeister von 1961 und 1962 durfte sich am Ende beim zweifachen Torschützen Rui Costa (25./86.) bedanken, dass es zu einem 2:1-Sieg gegen den FC Kopenhagen reichte. Eine noch ungünstigere Ausgangsposition im Rückspiel hat Lazio Rom, das gegen Dinamo Bukarest nicht über ein 1:1 hinauskam. Massimo Mutarelli (54.) bewahrte den Dritten der Serie A vor einer Heimniederlage gegen die Rumänen. (mit dpa)