PRIVATE SCHULEN : „Wir sind für Zuzügler attraktiv“

1998 eröffnete die evangelische Hoffbauer-Stiftung in Potsdam ihre erste Grundschule in Brandenburg. Heute betreibt die Gemeinnützige Gesellschaft 26 Einrichtungen im Land, darunter sechs Kitas und Grundschulen, drei Förderschulen, zwei Gymnasien, ein Internat. Allein 13 Einrichtungen befinden sich im Berliner Umland. Dort möchte der Schulträger auch weiter expandieren. Mit dem Geschäftsführer Frank Hohn sprach Matthias Matern.

Mit ihrem Engagement orientiert sich Hoffbauer-Stiftung derzeit vor allem im Berliner Umland. Wieso dort?

Wir bekommen täglich viele Anfragen von Eltern, die ihre Kinder auf eine unserer Schulen schicken möchten. Im Berliner Umland kommen etwa drei bis vier Bewerber auf einen Schulplatz. Häufig sind es junge Familien einer selbstbewussten christlichen Mittelschicht, die bewusst konfessionelle Schulangebote suchen. Ob das vor allem Zugezogene sind, kann ich nicht sagen. Aber auch Kommunen und Kreise sprechen uns mittlerweile verstärkt an, weil sie meinen, dass eine bereite Palette an Bildungsangeboten für potenzielle Zuzügler besonders attraktiv ist.

Welche Standorte sind im Gespräch?

Derzeit arbeiten wir an zwei weiteren möglichen Standorten. Unter anderem geht es in der Stadt Oranienburg um die Errichtung einer evangelischen Grundschule, ebenso in Bernau. In Potsdam ist zudem die Gründung einer Oberschule geplant. In Kleinmachnow und Teltow geht es nur noch um die Frage, wo das Gymnasium eröffnet wird. Außerdem gibt es einen ersten Gesprächskontakt in Eichwalde nahe Schönefeld.

Was unterscheidet die Einrichtungen vom kommunalen Angebot? Was ist Ihre Philosophie?

Wir verstehen unsere Arbeit als Bestandteil der kirchlichen Infrastruktur am Schulstandort. Religion ist an unseren Schulen ein ordentliches Lehrfach und somit Pflicht. Reformpädagogische Arbeitsansätze gehören zum Schulalltag. Unsere Häuser verstehen sich aber grundsätzlich als öffentliche Schulen und als Ergänzung zu staatlichen Einrichtungen.

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