Prognose : Allianz steuert Rekordgewinn an

Europas größter Versicherer legt sich fest: Die Allianz will in diesem Jahr den Rekord knacken und gut acht Milliarden Euro verdienen. Bereits letztes Jahr war der Konzern deutscher Spitzenreiter.

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Europas größter Versicherer peilt einen Rekordgewinn an. -Foto: dpa

MünchenEuropas größter Versicherer Allianz nimmt nach einer guten ersten Jahreshälfte einen Rekordgewinn von rund acht Milliarden Euro für 2007 ins Visier. Der Konzern gab damit erstmals für das laufende Jahr eine konkrete Gewinnprognose ab. Auch die mittelfristigen Prognosen bestätigte Konzernchef Michael Diekmann laut Mitteilung: "Mit dem guten Ergebnis des ersten Halbjahres haben wir eine hervorragende Ausgangsposition für die Erreichung unserer Ziele 2007 bis 2009." Bereits im vergangenen Jahr war die Allianz mit 7,02 Milliarden Euro Gewinn der bestverdienende Konzern in Deutschland.

Im zweiten Quartal war die Allianz gut unterwegs. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kletterte das operative Ergebnis zwischen April und Juni um 18 Prozent auf knapp 3,3 Milliarden Euro. Dabei wurden in allen Segmenten Zuwächse verbucht. Aufs Halbjahr gesehen kam der Konzern damit auf ein operatives Ergebnis von knapp 6,2 Milliarden (Vorjahr: 5,5 Mrd) Euro. Der Überschuss gab dagegen im zweiten Quartal wegen niedrigerer Erlöse aus Beteiligungsverkäufen um sechs Prozent auf 2,14 Milliarden Euro nach. Im Vorjahreszeitraum hatte sich die Allianz von ihrem Schering-Anteil getrennt und dafür einen Gewinn von 0,9 Milliarden Euro verbucht. Auch im Schaden- und Unfallgeschäft als wichtigster Konzernsparte fiel der Überschuss im zweiten Quartal um fast 13 Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro. Diekmann sprach von einem positiven Ergebnis, das zeige, "dass die laufenden Maßnahmen unseres Programms 3+Eins greifen. Wir werden diesen Weg konsequent weitergehen."

Bei der Dresdner Bank kletterte der operative Gewinn im zweiten Quartal um 79 Prozent auf 427 Millionen Euro. Die Erträge legten um neun Prozent auf 1,77 Milliarden Euro zu. Die 2001 übernommene Tochter profitierte dabei jedoch erneut von der Auflösung bei der Risikovorsorge sowie weiteren Sondereffekten. Schwächen zeigte vor allem das Investmentbanking, über dessen Zukunft bereits seit längerem spekuliert wird. (mit dpa)