Protest : Passau: 1000 Demonstranten gegen den Aufmarsch der Rechten

Mehr als 1000 Menschen haben am Samstag gegen eine Demonstration der NPD in Passau protestiert. Bisher kam es zu keinen Zusammenstößen mit den Rechtsextremen.

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Passauer Bürger zeigen kein Verständnis für die Genehmigung der NPD-Demonstration -Foto: dpa

PassauDie Teilnehmer der Gegendemonstration versammelten sich nach Polizeiangaben am Vormittag in der Innenstadt, bevor rund 200 Anhänger der rechten Szene an der Passauer Polizeidirektion aufmarschierten. Ein polizeiliches Verbot der NPD-Demo unter dem Motto "Gegen polizeiliche Willkür und Medienhetze" hatten die Gerichte am Freitag aufgehoben. Der Aufmarsch der NPD, der sich gegen die Ermittlungen im Zusammenhang mit der Messerattacke auf den Passauer Polizeichef Alois Mannichl richtete, war allgemein als Provokation empfunden worden.

An der Gegendemonstration in der Passauer Innenstadt nahm auch Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) teil. Rund 400 der Teilnehmer zogen im Anschluss Richtung Polizeidirektion, wo sich die Rechten versammelten. Der Polizei, die mit mehr als tausend Kräften im Einsatz war, gelang es jedoch, beide Gruppen auseinanderzuhalten. Es gab keine größeren Zwischenfälle und nur vereinzelte Festnahmen.

Mannichl war am 13. Dezember vergangenen Jahres beim Öffnen seiner Haustür in seinem Wohnort Fürstenzell von einem glatzköpfigen Mann mit einem Messer niedergestochen worden. Nach den Tätern wird in der rechten Szene ermittelt. (mfa/AFP)