Prozessauftakt : Kinskis Angehörige klagen gegen Kölner Künstler

Der Sohn und die Ex-Ehefrau des verstorbenen Schauspielers Klaus Kinski wollen weitere Aufführungen des Stücks "Kinski - Wie ein Tier in einem Zoo" stoppen. Ihr Vorwurf: Regisseur und Darsteller verletzen das Urheberrecht.

Klaus Kinski
In Aktion. Die Szene mit Klaus Kinski aus dem Film "Jesus Christus Erlöser" zeigt die missglückte Uraufführung seiner...Foto: dpa

KölnAngehörige des Schauspielers Klaus Kinski (1926-1991) klagen gegen eine unabhängige Kölner Theaterproduktion wegen angeblicher Urheberrechtsverletzung . Der Zivilprozess um das Ein-Personen-Stück "Kinski - Wie ein Tier in einem Zoo" beginnt nach Angaben eines Gerichtssprechers am Mittwoch vor dem Kölner Landgericht.

Die Ex-Frau des 1991 gestorbenen Kinski, Minhoi Laonic, und der gemeinsame Sohn Nikolai Kinski hätten auf Unterlassung geklagt. Sie wollten weitere Aufführungen stoppen. Ihr Vorwurf: Mehr als ein Drittel des 50-Minuten-Stücks bestehe aus Kinski-Zitaten - teilweise verändert und Büchern, Interviews oder Talkshows entnommen.

Die beklagten Künstler, der Schauspieler Hanno Dinger und der Regisseur Stefan Krause, wiesen die Vorwürfe zurück. Die Verwendung der Zitate sei im Rahmen einer szenischen Collage legitim. Zudem seien sie die falschen Adressaten für die Klage. Diese müsse sich gegen den Theaterverlag richten. (up/ddp)