Der Tagesspiegel : Qualmende Reifen

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Nach 22 Stunden Arbeit hat die Feuerwehr am Montag einen Großbrand in einem Reifenlager in Oranienburg (Oberhavel) unter Kontrolle gebracht, heute soll das Feuer ganz gelöscht werden. Bei der Bekämpfung der bis zu fünf Meter hohen Flammen waren 230 Feuerwehrleute aus der Region und Kräfte des Technischen Hilfswerk in Berlin im Einsatz, sagte Sylvia Holm vom Ordnungsamt Oranienburg. „Die Hitzeentwicklung war so stark, dass an Feuerwehrwagen der Lack abblätterte und Scheiben platzen“, sagte sie. Über der Stadt stand eine riesige Rauchwolke. Gesundheitsgefahr für die Anwohner hätte nicht bestanden, hieß es. Auf dem früheren GUS-Flugplatz hatten am Sonntagmittag rund 8000 Tonnen Altreifen Feuer gefangen, die Polizei vermutet Brandstiftung. Bei den Löscharbeiten wurden drei Feuerwehrleute verletzt, die laut Holm nach ambulanter Behandlung entlassen werden konnten.

Rund 30 000 Menschen in Oranienburg und in den Ortschaften südlich der Stadt waren dennoch aufgefordert worden, Türen und Fenster geschlossen zu halten. In der Stadt sowie in Nassenheide, Freienhagen, Malz, Friedrichsthal und Sachsenhausen sollten Kinder, Kranke und ältere Menschen den Aufenthalt im Freien meiden.

Ein dänisches Unternehmen hatte auf dem Areal Altreifen deponiert. Eine Recyclinganlage sollte dort im Herbst mit der Aufbereitung der Pneus beginnen. Die deutsche Tochter Genan GmbH will an diesen Plänen festhalten. In der Vergangenheit sollen bereits zwei Mal Brände mit Altreifen gemeldet worden seien. dpa

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