Quartalsbilanz : Nokia sahnt ab

Der weltweite Handy-Marktführer Nokia macht die besten Geschäfte seit Jahren und überrascht mit einem Gewinn von knapp drei Milliarden Euro. Verluste brachte lediglich die Zusammenarbeit mit Siemens.

HelsinkiNokia hat im zweiten Quartal die Position als weltweit führender Handy-Hersteller mit überraschend kräftigen Gewinnsteigerungen und verbesserten Marktanteilen ausgebaut. Der Nettogewinn stieg auch aufgrund von Einmaleffekten von 1,1 Milliarden auf 2,8 Milliarden Euro, wie Nokia mitteilte. Unter Abzug der Sondereinflüsse konnte der Gewinn je Aktie um 39 Prozent auf 0,32 Euro gesteigert werden. Beim Weltmarktanteil legte Nokia von 36 Prozent im ersten Quartal 2007 auf 38 Prozent zu.

Der Absatz von Nokia-Geräten stieg gegenüber dem Vergleichsquartal 2006 um 29 Prozent auf 100,8 Millionen Handys. Der Umsatz nahm um 28 Prozent auf 12,6 Milliarden Euro zu. Konzernchef Olli-Pekka Kallasvuo erklärte, dass Nokia für den globalen Branchenabsatz 2007 nun eine Steigerung von mehr als zehn Prozent erwarte. Bisher hatte der Konzern ein Plus von zehn Prozent prognostiziert.

Insgesamt fiel die Zwischenbilanz deutlich stärker aus als von Analysten erwartet. Kallasvuo sagte: "Wir haben seit drei Jahren keine so guten Ertragsraten geschafft." Besonders erfreulich sei der Erfolg der Nokia-Handys aus den oberen Preissegmenten. Verluste brachte die im zweiten Quartal gestartete Zusammenarbeit mit Siemens in der Netzwerksparte. Bei einem Umsatz von 3,4 Milliarden Euro schloss Nokia Siemens Networks mit einem operativen Verlust von 361 Millionen Euro (ohne Sondereinflüsse) ab. (mit dpa)