Radsport : Zabel gewinnt zweite Suisse-Etappe

Der geständige Doping-Sünder Erik Zabel ist Sieger der zweiten Etappe der Tour de Suisse. Gesamtspitzenreiter bleibt aber weiter Fabian Cancellara aus der Schweiz.

Zabel
Erik Zabel (rechts) auf dem Weg zum Sieg. -Foto: AFP

LuzernErik Zabel hat nach seinem Doping-Geständnis seinen dritten Saison-Triumph erkämpft. Der Radprofi vom Team Milram entschied die zweite Etappe der Tour de Suisse für sich, die als Generalprobe für die Tour de France gilt. Der Sprinter vom Team Milram setzte sich nach 157,2 Kilometern von Olten nach Luzern vor dem Italiener Daniele Bennati durch. "Mit zwei Bergwertungen auf den letzten Kilometern war die Etappe recht anspruchsvoll. Auch auf der Zielgeraden ging es leicht bergauf, das war nicht leicht", kommentierte Zabel seinen dritten Etappensieg 2007 nach den beiden Tages-Erfolgen bei der Bayern-Rundfahrt.

Kurz vor dem Ziel war es zu einem schweren Sturz gekommen, als führende Fahrer bei hoher Geschwindigkeit einer Verkehrsinsel nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnten. Mehrere Profis zogen sich Verletzungen zu. "Ich bin auch gerutscht, war auf der vierten Position", beschrieb Sieger Zabel die entscheidende Szene. Gesamtspitzenreiter bleibt Fabian Cancellara aus der Schweiz, der den Prolog für sich entschieden hatte und Sonntag auf Rang drei kam. Der Zeitfahr-Weltmeister siegte am Samstag über 3,8 Kilometer in 4:20,90 Minuten ebenfalls vor Bennati.

Hungerbühler 20 Kilometer vor dem Ziel abgefangen

Lange Zeit war der Tagesabschnitt vom Schweizer Radprofi Pascal Hungerbühler geprägt, der auf einer Alleinfahrt bis zu 4:35 Minuten Vorsprung heraus gefahren hatte. 20 km vor dem Ziel wurde Hungerbühler, der für das Team Volksbank fährt, bei dem der unter Dopingverdacht stehende Jan Ullrich ursprünglich als Repräsentant arbeiten wollte, jedoch abgefangen. Auch der Ausreiß-Versuch eines Trios wurde noch gestoppt, so dass die Entscheidung im Sprint fiel.

Bester Deutscher beim Prolog war Gerolsteiner-Profi Stefan Schumacher. Der Gewinner des Amstel Gold Race belegte in 4:32,20 Minuten den neunten Platz. Andreas Klöden von der kasachischen Astana-Mannschaft kam in 4:33,49 Minuten auf Rang 13. Keine Chance hatte der dreimalige Zeitfahr-Weltmeister Michael Rogers vom T-Mobile-Team, der 17 Sekunden langsamer als Cancellara war und mit Rang 38 enttäuschte.