Raketenbau : Unternehmer muss wegen Lieferungen sechs Jahre in Haft

Für die Lieferung mehrerer Tonnen Graphit in den Iran ist ein Geschäftsmann zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Material wird unter anderem für den Bau von Raketen verwendet.

KoblenzDas Oberlandesgericht in Koblenz sah es als erwiesen an, dass der Mann zwischen 2005 und 2007 für die Lieferung von 16 Tonnen hochwertigen Graphits in den Iran verantwortlich war. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft wird das Graphit unter anderem beim Bau von Mittel- und Langstreckenraketen benötigt.

Die Exporte wären geeignet gewesen, die deutschen Beziehungen zu den Bündnispartnern erheblich zu schädigen, hieß es in der Begründung des Urteils. Mit dem Strafmaß entsprachen die Richter der Forderung der Bundesanwaltschaft.

Das frühe Geständnis des 63-Jährigen  wirkte sich jedoch strafmildernd aus. Neben dem mehrjährigen Freiheitsentzug muss der Unternehmer eine Geldstrafe in Höhe von 705.000 Euro zahlen. Dies entspricht etwa dem Betrag, den er bei dem Liefergeschäft als Gewinn eingenommen hatte. (sh/dpa)