Raktenschild : USA: Keine Zugeständnisse mehr für Moskau

Nach der Absage Moskaus an die neuen Vorschläge der USA für das geplante Raketenschild hat US-Verteidigungsminister Gates mit Unverständnis reagiert. Man wolle den Russen nicht weiter entgegenkommen, hieß es.

WashingtonDie USA haben nach Ansicht von Verteidigungsminister Robert Gates mit ihrem jüngsten Kompromissvorschlag im Streit um den geplanten Raketenschild in Osteuropa ihren Verhandlungsspielraum ausgereizt. "Wir sind soweit gegangen wie wir konnten. Wir haben einiges vorgeschlagen", sagte Gates am Donnerstag nach einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Anatoli Serdjukow beim NATO-Russland-Rat im niederländischen Noordwijk. Jetzt müsse sich die russische Seite bewegen, fügte Gates hinzu.

Washington hatte Moskau eine Zusammenarbeit an den Standorten Polen und Tschechien angeboten. Zudem sollte der Raketenschild erst bei einem endgültigen Beweis der Gefahr durch iranische Raketen aktiviert werden. Serdjukow hatte den Kompromissvorschlag als "unzureichend" zurückgewiesen. Moskau bleibe bei seiner Position. Die USA wollen bis 2013 in Polen zehn Abfangraketen stationieren und in Tschechien ein Radarsystem einrichten. Russland fühlt sich durch die unmittelbare Nähe der Anlagen bedroht. (mit AFP)