Raumfahrt : Discovery dockt an ISS an

Die US-Raumfähre "Discovery" bringt Lebensmittel, Ersatzteile und Labor-Ausrüstung zur Internationalen Raumstation ISS. Die Besatzung wird für mehrere Tage im All bleiben.

Das Andockmanöver habe reibungslos funktioniert, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit. Der Space Shuttle wird für neun Tage an der Weltraumstation bleiben und dann zum Weltraumbahnhof Cape Canaveral (US-Bundesstaat Florida) zurückkehren. An Bord der Raumfähre befinden sich sechs amerikanische Astronauten der NASA sowie der Schwede Christer Fuglesang, der für die Europäische Weltraumorganisation ESA fliegt.

Die Weltraumfähre war am Samstagmorgen deutscher Zeit mit vier Tagen Verspätung von Cape Canaveral gestartet. Der Start musste wegen schlechten Wetters und technischer Probleme dreimal verschoben werden.

Die Shuttle-Astronauten sollen an der Außenwand der ISS mehr als 20 Meter Kabel verlegen. Außerdem wird die Crew einen leeren Ammoniaktank für das Temperaturregelungssystem ersetzen. Mit einer Masse von 800 Kilogramm ist der Tank nach ESA-Angaben der schwerste Gegenstand, den je ein einzelner Astronaut im Weltraum zu bewegen hatte.

Wichtigstes Ziel der Mission STS-128 ist der Transport von Ausrüstungsgegenständen und wissenschaftlichen Geräten zur ISS. Ingenieure von Astrium in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) bauten für einen zweistelligen Millionenbetrag einen neuen Gefrierschrank zur Aufbewahrung von wissenschaftlichen Proben und einen Mini-Hochofen fürs Weltall.

Für die Langzeitbesatzung der ISS gibt es unter anderem Kleidung und ein Laufband für das "Fitness-Studio" der Astronauten. Zudem waren genetisch veränderte Mäuse mit im Gepäck. An denen soll unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit im All an Mitteln gegen Knochenschwund geforscht werden soll.

Die Discovery wird voraussichtlich am 8. September wieder von der ISS abdocken. Mit an Bord wird dann der NASA-Astronaut Timothy Kopra von der Langzeitbesatzung sein. Seine NASA-Kollegin Nicole Stott wird seinen Platz im All einnehmen. Die Landung der Raumfähre in Florida ist für den 11. September vorgesehen. Es sind nur noch sechs Reisen zur ISS geplant, da die US-Raumfähren bis 2010 ausgemustert werden sollen.
 

Quelle: ZEIT ONLINE, Reuters, dpa

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