Raumfahrt : ISS-Besatzung begrüßt 16 Mal das neue Jahr

Zurück in die Zukunft: Die Besatzung der Raumstation ISS erlebt in Kürze einen Jahreswechsel der ganz besonderen Art. Weil die Kosmonauten die Erde in jeweils eineinhalb Stunden umrunden, kann die Crew gleich 16 Mal anstoßen - allerdings nicht mit Sekt.

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Reisende über Zeitgrenzen hinweg: die Besatzung der ISS -Foto: dpa

Berlin/Moskau Die amerikanisch-russische Stammbesatzung der Internationalen Raumstation ISS kann in der Silvesternacht gleich 16 Mal das neue Jahr begrüßen. "Denn so oft überschreiten die Kosmonauten die Zeitgrenze zwischen den Jahren 2008 und 2009", erläuterte der Ballistiker Alexander Kirejew vom russischen Flugleitzentrum in Koroljow bei Moskau das Phänomen im Interview mit der Nachrichtenagentur Interfax.

"Väterchen Frost" schickt Segenswünsche

Der Datumswechsel erfolge vom Osten nach Westen, während die ISS mit den US-Astronauten Sandra Magnus und Michael Fincke und ihrem russischen Kollegen Juri Lontschakow in entgegengesetzter Richtung fliege, sagte Kirijew. Dabei umkreise die Station die Erde in jeweils eineinhalb Stunden. Insofern überschritten die Raumfahrer bei jeder Runde jene Zeitzone, in der schon der erste Tag des neuen Jahres angebrochen sei, und kehrten 15 Mal in den letzten Tag des alten Jahres zurück. Der Flug "zurück in die Zukunft" vollziehe sich allerdings nicht nur Silvester, sondern an jedem Tag im All.

Die Besatzung werde allerdings nicht mit Alkohol auf das neue Jahr anstoßen, stellte Lontschakow klar. An Bord herrsche nämlich Alkoholverbot.

Bereits am Montag hatte der Chef der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos, Anatoli Perminow, der ISS-Crew aus dem Flugleitzentrum die besten Wünsche für das neue Jahr übermittelt. Auch "Väterchen Frost", der russische Weihnachtsmann, schickte dem Trio seine Segenswünsche auf die Umlaufbahn. (mfa/ddp)