Rechte Parteien : Riss im Bündnis von NPD und DVU

Der "Deutschland-Pakt" zwischen NPD und DVU bröckelt. Nach Informationen des Tagesspiegels hat der Berliner DVU-Chef Dietmar Tönhardt die Partei verlassen und die Aufnahme in die NPD beantragt.

BerlinIn der NPD hieß es, Tönhardt werden demnächst als Mitglied eingetragen. Sicherheitsexperten werten Tönhardts Wechsel als Schlag gegen den "Deutschland-Pakt", den die beiden rechtsextremistischen Parteien Anfang 2005 geschlossen haben. NPD und DVU verständigten sich damals auf mehrjährige Absprachen für Landtags-, Bundestags- und Europawahlen.

Tönhardts Übertritt sei auch ein weiterer Beleg für das Siechtum der DVU, hieß es in Sicherheitskreisen. Es zeige sich immer deutlicher, dass die NPD von dem Pakt weit mehr profitiere als die DVU. Während die Mitgliederzahl der NPD auf über 7000 angestiegen sei, setze sich der Abwärtstrend bei der DVU (2006: 8500 Mitglieder) fort.

Experten erwarten, dass die NPD in diesem Jahr die DVU einholt. Um die Partei zu stabilisieren, beschloss der DVU-Bundesvorstand unter Gerhard Frey im August die Zusammenlegung der Landesverbände Berlin und Brandenburg. (Tsp)