Rechtsextremismus : Magdeburg: 33-Jähriger brüllt rassistische Parolen

In Magdeburg reißen die rechtsextremen Übergriffe nicht ab. Opfer wurde diesmal eine Frau aus Nigeria, die von einem Betrunkenen bedrängt wurde. Am Wochenende waren mehrere Menschen bei rechten Gewalttaten verletzt worden, darunter auch ein Polizist.

MagdeburgErneut ist es in Sachsen-Anhalt zu einem fremdenfeindlichen Übergriff gekommen. Ein 33-Jahre alter, betrunkener Mann schlug am Morgen in Magdeburg gegen die Wohnungstür einer 33 Jahre alten Frau aus Nigeria und rief dabei ausländerfeindliche Parolen. Vorausgegangen war ein Streit mit seiner 31-jährigen Lebensgefährtin, teilte die Polizei mit. Die Beamten nahmen den Mann fest. Ermittelt werde wegen des Verdachts der Volksverhetzung.

Bei den beiden Überfällen am Wochenende waren mindestens vier Menschen verletzt worden, darunter eine Schwangere. Die Irakerin war in einem Nachtbus ins Gesicht geschlagen und gegen ihren Kinderwagen gestoßen worden und musste daraufhin mit Unterleibsschmerzen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Ihr Kinderwagen wurde beschädigt. Am Wochenende waren außerdem weitere fünf Iraker und vier Afrikaner von Rechtsextremen attackiert worden.

Verletzt wurde am Wochenende auch ein Polizist, der von einem Radfahrer zu einer Schlägerei zwischen drei Männern und einer Frau aus dem Niger und sechs bis sieben Deutschen gerufen worden war. Der Polizeibeamte war attackiert worden, als er versuchte, zwei Tatverdächtige aus der Gruppe der Deutschen festzusetzen. Den beiden Tätern war dadurch die Flucht gelungen. (jvo/dpa)