Der Tagesspiegel : Regine Hildebrandt wird im engsten Kreis bestattet

Die Beisetzung von Regine Hildebrandt soll am kommenden Montag im engsten Familienkreis stattfinden. Angesichts der großen Anteilnahme in der Bevölkerung bat die Familie der SPD- Politikerin am Donnerstag nochmals ausdrücklich darum, die Privatsphäre zu respektieren. Dem Vernehmen nach findet Hildebrandt, die am Montagabend im Alter von 60 Jahren einem Krebsleiden erlag, im Familiengrab in Woltersdorf (Kreis Oder-Spree) ihre letzte Ruhe. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es nicht.

Der frühere Büroleiter der langjährigen brandenburgischen Sozialministerin, Peter Winkelmann, appellierte im Namen der Familie auch an die Presse, der Beisetzung fern zu bleiben. "Die Familie bittet strikt darum, dass kein Journalist an der privaten Trauerfeier teilnimmt", sagte Winkelmann der dpa. Auch Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) wird voraussichtlich nur zur offiziellen Trauerfeier kommen, die am Dienstag in der Potsdamer Nikolaikirche stattfindet.

Zu ihr werden auch Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), die Länder-Regierungschefs Heide Simonis, Reinhard Höppner und Klaus Wowereit (alle SPD) sowie zahlreiche Bundes- und Landesminister erwartet. Auch der letzte DDR-Ministerpräsident Lothar de Maizière (CDU), in dessen Kabinett Hildebrandt ebenfalls Sozialministerin war, hat seine Teilnahme angekündigt. Für die Bevölkerung werden in der Nikolaikirche, die 1000 Gäste fasst, 300 Plätze frei gehalten. Als weiteres Zeichen der Trauer lässt Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) am Dienstag in ganz Brandenburg die Flaggen auf halbmast setzen.

Unterdessen trugen sich weiterhin zahlreiche Trauernde in die Kondolenzbücher ein. Neben Schreiben an die Homepage der populärsten brandenburgischen Politikerin (www.reginehildebrandt.de) trugen sich viele Trauernde auch im Potsdamer Sozialministerium in die Listen ein, sowie in der Landesgeschäftsstelle der SPD. Hildebrandts Platz im SPD-Bundesvorstand wird nach Angaben der Partei nicht neu besetzt. Die frühere Sozialministerin war erst wenige Tage vor ihrem Tod auf dem Parteitag in Nürnberg in die erweiterte Führungsriege wiedergewählt worden. Sie erhielt das beste Ergebnis aller Kandidaten.

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