Der Tagesspiegel : Reiter dürfen nicht mehr auf alle Waldwege

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Potsdam Das vor eineinhalb Jahren in Kraft getretene neue Brandenburger Waldgesetz hat in einigen Regionen Interessenskonflikte zwischen Spaziergängern und Reitern hervorgerufen. Durch die Freigabe zweispuriger Waldwege für Reiter und Gespanne gebe es mancherorts Probleme, räumte ein Sprecher des Agrarministeriums ein. Es handele sich um Ballungsräume, touristische Zentren, Fernrad- und -wanderwege und die Umgebung einiger Reiterhöfe.

Für diese Gebiete würden die zuständigen Forstämter nun Verwaltungsvorschriften zur Sperrung von Wegen für Reiter und Gespanne erarbeiten. Dadurch sollen die Konflikte entschärft werden. Der Sprecher fügte hinzu, dass sich die Neuregelungen ansonsten aber bewährt hätten. Sperrungen von Waldwegen für Reiter und Kutschfahrten sind den Angaben zufolge nur dann zulässig, wenn sie zum Schutz von Waldbesuchern erforderlich sind oder Naturschutzbelange beeinträchtigt werden. Dabei werden die Interessen der verschiedenen Wegenutzer abgewogen.

Erste Sperrungen für Reiter und Kutscher erfolgen im Bereich der Oberförsterei Bernau. Dort erholen sich vor allem im Sommer zahlreiche Berliner. Die hohe Besucherdichte mache eine Trennung von Reitern und Spaziergängern erforderlich, sagte der Sprecher.

Im Bereich der Oberförsterei Liebenwalde sind aus Naturschutzgründen Wege für Reiter und Gespanne gesperrt worden. Zu dem Revier gehören der Naturpark „Barnim“, das Landschaftsschutzgebiet „Obere Havelniederung“ und das Naturschutzgebiet „Schnelle Havel“. Außerdem ist in der Umgebung von Oranienburg bei Friedrichsthal ein Abschnitt des Europawanderweges für Reiter gesperrt worden. Dieser Abschnitt soll den Wanderern vorbehalten sein. ddp

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